Schlichtung von Mietstreitigkeiten

Die Schlichtungsstelle bietet für Vertragsparteien, welche sich über eine rechtliche Frage zum Mietverhältnis nicht einigen können, ein Schlichtungsverfahren an.
Das Verfahren vor der Schlichtungsbehörde ist rasch, einfach und kostenlos.

Ablauf des Schlichtungsverfahrens

Sie können entweder zum Schalter der Kanzlei der Schlichtungsstelle kommen, dort wird Ihr Fall aufgenommen. Sie können Ihr Anliegen (Rechtsbegehren) der Kanzlei aber auch per Post oder mittels elektronischer Eingabe zustellen.

Ob am Schalter oder per Post: Reichen Sie bitte alle benötigten Unterlagen (Mietvertrag, Korrespondenz etc.) im Doppel ein, nur Fotokopien, keine Originale.

Die Schlichtungsstelle prüft Ihre Unterlagen und teilt der Gegenpartei schriftlich mit, dass Sie ein Verfahren verlangt haben. Beide Parteien erhalten eine Vorladung zur Schlichtungsverhandlung.

Die Schlichtungsstelle versucht, in der Verhandlung, eine Einigung zwischen den Parteien herbeizuführen.

Kann keine Einigung erzielt werden, erteilt die Schlichtungsstelle die Klagebewilligung (Art. 209 ZPO), unterbreitet einen Urteilsvorschlag (Art. 210, 211 ZPO) oder fällt allenfalls einen Entscheid (Art. 212 ZPO). Die Einzelheiten des Verfahrens sind in der schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) geregelt.

Nach Ausstellung der Klagebewilligung kann innert 30 Tagen beim Zivilgericht Klage erhoben werden (vorbehalten bleiben weitere besondere gesetzliche und gerichtliche Klagefristen).